*
Menu
helfen-sie-mit

Aktuelles - Archiv

Hilfe, die ankommt

Bürgerstiftung Willstätt hat jetzt 114 Stifter/Jahresversammlung im Rathaus

Bei ihrer Stifterversammlung am Donnerstag im Bürgersaal des Rathauses konnte die Bürgerstiftung Willstätt auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Mit fast 34000 Euro konnte die Bürgerstiftung verschiedene Projekte und notleidende Bürger unterstützen.

„2017 war ein bemerkenswertes Jahr“, sagte der Vorsitzende des Stiftungsrats, Joachim Parthon, zu den etwa 65 anwesenden Stiftern. „Die Bürgerstiftung hat sich zusehends mit Notlagen von Menschen in der Gemeinde befasst.“ Rund ein Drittel der knapp 34000 Euro Fördergelder floss in die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen in der Gemeinde. Dabei seien es nie die Notleidenden selbst, die einen Stiftungsantrag stellten, sondern dritte: der Pfarrer, die Nachbarin oder der Apotheker zum Beispiel. Die Bürgerstiftung folge so der Tradition des Willstätter Ehrenbürgers und Mitbegründer der Bürgerstiftung, Gerhard Fuchs, der bereits vor 15 Jahren begann, Geld für bedürftige Mitbürger bereitzustellen, so Parthon. So wurden zu Weihnachten von fleißigen Helfern rund 80 Lebensmittelpakete zusammengestellt und diskret verteilt, zu denen die Willstätter Landmänner selbstgebackene Weihnachtsplätzchen und Linzertorten beisteuerten. „Man glaubt es kaum, dass es Menschen in so einer prosperierenden Region an dem Notwendigsten fehlt“, sagte Joachim Parthon. „Die Bürgerstiftung erweist sich hier als Kitt in der Gesellschaft.“ Auch an der jüngsten Spendenaktion für die an Krebs erkrankte Fußballerin Melia Akel hat sich die Bürgerstiftung beteiligt. Inzwischen ist ein fünfstelliger Betrag für die gebeutelte Familie der jungen Kickerin zusammengekommen. Da die Spendenaktion über die Bürgerstiftung lief, konnte den Spendern eine Quittung ausgestellt werden.

Ein Schwerpunkt lag 2017 in der Förderung des Senioren- und Demenzprojektes in Legelshurst. Des Weiteren wurde die Anschaffung der Flößerskulptur und der Figuren „Hex und Hoogemann“, die das Rathausumfeld zieren, unterstützt. Gefördert wurden unter anderem auch die Ernährungsführerscheine – Kurse der Landfrauen für Grundschulkinder -, das Jugendforum Legelshurst und die Pfadfinder, der kostenlose Bücherschrank am Rathaus und ein Buchprojekt der Albert-Schweitzer-Schule.

Neben Spenden und den Erlösen aus dem Stiftungskapital sind es vor allem die Mieteinnahmen aus den beiden der Stiftung gehörenden Gebäuden in Legelshurst, die diese große Fördersumme möglich machten. Aber auch die „kleinen“ Aktionen bringen Geld ein, das anderen Menschen dann zugute kommt. So sammelt Romy Doll seit 2010 Bücher, die ihr kostenlos zur Verfügung gestellt werden, und die in zwei Willstätter Geschäften für einen geringen Obolus verkauft werden. Rund 12000 Euro sind seitdem zusammengekommen. Von dem beliebten Stifterhonig, von dem im letzten Jahr 550 Gläser verkauft wurden, gehen jeweils drei Euro an die Bürgerstiftung. „Ohne unsere fleißigen Zeitspender wären solche Aktionen gar nicht möglich“, hob Joachim Parthon hervor.  

Inzwischen wird die Bürgerstiftung von 114 Stiftern getragen. Elf davon konnten im letzten Jahr neu gewonnen werden, darunter Kehls Ex-OB Dr. Günther Petry und Willstätts Oberhaupt Marco Steffens, der bei der letzten Fasnacht vom Ortenauer Narrengericht dazu verdonnert worden war, das 111. Stiftungsmitglied zu werden. Das Stiftungskapital beträgt aktuell 915000 Euro. Dazu kommt das ertragreiche „Betongold“, die beiden Legelshurster Immobilien, deren Wert auf knapp 900000 Euro taxiert wird.

Bürgermeister Marco Steffens, der nicht nur Neustifter, sondern qua Amtes auch Vorstandsvorsitzender ist, dankte allen Stiftern und Spendern für ihre Solidarität und ihr Engagement für die Gemeinde. „In der Bürgerstiftung kommt eine gute Mischung aus Jung und Erfahren zusammen – das fördert den fruchtbaren Austausch“, sagte er. Nach Abschluss des offiziellen Teils fand ein gemeinsames Abendessen statt, das aus den Reihen der Stifterfamilie gespendet wurde. Die Rechnung für die Getränke übernahm die Gemeinde.

Text und Fotos Nina Saam

Info: Bürgerstiftung Willstätt

Gegründet: 1.9.2011

Stifter: 114

Vorsitzender des Stiftungsrats: Joachim Parthon

Vorsitzender des Vorstands: Bürgermeister Marco Steffens

Spende an Bürgerstiftung

Unter dem Motto "Lesen für einen guten Zweck" verkaufte die Bückerkiste Kniebisweg, " L (i)ebenswertes Willstätt und darüber hinaus .." auch in diesem Jahr wieder Lektüren und Bücher in der Gärtnerei von Werner  Hetzel und im Lebensmittelgeschäft von Irmgard Hetzel in Willstätt . Der Erlös aus dem Verkauf wurde von Romy und Wolfgang Doll auf 2000 Euro aufgestockt und als Spende an die Bürgerstiftung Willstätt – EUR 1.000,-- zur Unterstützung hilfsbedürftiger Mitbürgerinnen und Mitbürger, die infolge ihres körperlichen , geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind und 1.000,-- Euro für 50 Heimatgutscheine von je 20 Euro zu Weihnachten übergeben. Die Spende wurde Joachim Parthon , Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung , Willstätt entgegen genommen. Joachim Parthon dankte Romy und Sandra Doll für die Spende.

Die Bücherkiste ist , so Joachim Parthon ein verlässlicher Zuspender und das Geld bleibt natürlich in Willstätt. Romy Doll dankte Irmgard Hetzel und Werner Hetzel für ihre Bereitschaft die Bücher und Lektüren in ihren Geschäften zu verkaufen. Der Dank gilt auch allen, die ihre Lektüren kostenlos zur Verfügung stellten und den MitbürgerInnen, die durch den Kauf zur beachtlichen Spendensumme beigetragen haben sowie der tatkräftigen Unterstützung des BücherKisten-Teams. Seit dem Jahr 2010 hat die Bücherkiste Kniebisweg somit  insgesamt 12.000 Euro gespendet.

Text und Foto: Günter Ferber

v.l. Romy Doll, Joachim Parthon , Sandra Doll , Irmgard Hetzel , Gisela Seidel (Bürgerstiftung)  und Werner Hetzel. 

Erfolgreichstes Jahr der Bürgerstiftung Willstätt seit der Gründung .

Richtiger Weg: (Spar)-Buchgeld in Betongeld umgewandelt!

„Wir haben (Spar)-Buchgeld in Betongeld umgewandelt und sind auf dem richtigen Weg,“ bilanzierte Schatzmeister Heinz Gerhard Schmidt am Ende seines Berichts und dieses Resümee unterstützten die 60 anwesenden Stifterinnen und Stifter bei der Jahreshauptversammlung der Bürgerstiftung Willstätt mit viel Beifall. Bürgermeister und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Marco Steffens freute ich über die vielen Gäste am Freitagabend im Waaghaus in Eckartsweier und blickte ohne den Geschäftsberichten vorzugreifen auf ein besonderes Jahr zurück mit einem  überaus positiven Wirken der Stiftung zu Stärkung der Infrastruktur der Gemeinde und zum Wohle deren Einwohner. Laut Joachim Parthon, dem Vorsitzenden des Stiftungsrates, wurden im vergangenen Jahr 20 Projekte mit knapp 25 000 Euro aus Erträgen des Stiftungsvermögen und durch zweckgebundene Spenden unterstützt.  Parthon nannte dabei auch die 2016 erstmals praktizierten übergreifenden Projekte mit den Bürgerstiftungen Rheinau und Kehl, der Stiftung der Sparkasse Hanauerland, dem Verein Courage e. V. und den Badischen Stahlwerken. Es sind dies die Unterstützung der Jugendarbeit der katholischen Kirchengemeinde Hanauerland, der Vorbereitung von Flüchtlingen für eine Ausbildung in einem Metallberuf und die Ersatzbeschaffung eines Transportfahrzeuges für die Albert-Schweizer-Schule in Kehl. In Willstätt selbst wurden die von der Kirchengemeinde Legelshurst betreute Seniorengruppe, die Ernährungsführerscheine von Grundschülern in Zusammenarbeit mit den Landfrauen, der Preis der Moscherosch-Schule und die Willstätter Kulturtage unterstützt. Auch die Weihnachtsaktion kam sehr gut an. In Sachen Engagement nannte Parthon unter anderem die Aktion Stifterhonig und hob dabei Gisela Seidel als „Bienen-Königin“ hervor. Größtes Projekt war das Stiftungsgebäude in der Amselstraße in Legelshurst, wo mittlerweile eine Familie wohnt und eine Logopädie-Praxis ihren Sitz hat. Joachim Parthon dankte den Firmen für Ihr besonderes Entgegenkommen beim Bau des Hauses, hob seinen Stellvertreter Reinhard Jockers und Ehrenbürger Gerhard Fuchs als „Antreiber“ zur Verwirklichung hervor und hatte ein Sonderlob für „Zeitstifter“ und Schatzmeister Heinz Gerhard Schmidt parat. Beim Thema Handlungsfähigkeit der Bürgerstiftung erläuterte Joachim Parthon die Wichtigkeit der Immobilien in Bezug auf die derzeitige Niedrig-Zinsphase. „Hinter uns liegt das erfolgreichste Jahr seit der Gründung,“ begrüßte Schatzmeister Heinz Gerhard Schmidt die Versammlung und der vielerorts sehr geschätzte Finanzexperte verstand es auch am Freitag exzellent die mit seinen Infos untermalten, detaillierten Zahlen zur aktuellen Finanzlage vorzustellen. Die Offenlegung des Eigenkapital mit allen Immobilien und Geldern von 968 000 Euro löste dann auch großen Beifall in der Versammlung aus. Auch der Finanzchef dankte den Firmen die beim neuen Haus in Legelshurst dazu beigetragen haben die Kosten niedrig zu halten und die nur 3,5 Prozent Kostenüberschreitung wurden wohlwollend zur Kenntnis genommen. Heinz Gerhard Schmidt sieht die Bürgerstiftung auf dem richtigen Weg. Er ist überzeugt von den Maßnahmen (Spar)Buchgeld in Betongeld umzuwandeln und prognostiziert eine überaus positive Zukunft. Hans Schneider nahm die Entlastung der Vorstandschaft vor die einstimmig ausfiel. Bevor es dann zum gemütlichen Teil mit einem vom Stiftungsrats-Vorsitzenden Joachim Parthon spendierten Essen ging, hieß der Vorsitzende die 23 Erststifter von 2016  willkommen und überreichte diesen eine Urkunde. Parthon rief alle Anwesenden auf im Familien- und Bekanntenkreis neue Spender zu werben und merkte dabei schmunzelnd an: „Bei uns sind auch Nicht-Willstätter, also auch auswärtige Spender für unser gute Sache herzlich willkommen“. 

Text und Fotos: Richard Lux


 

Stehen auf Honig (von links): Axel Küpper (Regionaldirektor Karlsruhe der LBS Südwest), Volker Mehne (Ortsvorsteher Hesselhurst und Imker), Tamara Walter (Leiterin Beratungscenter Willstätt der Sparkasse Hanauerland), Joachim Parthon (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Hanauerland), Gisela Seidel (Stiftungsrat Bürgerstiftung Willstätt), Jürgen Meier (Bezirksdirektor der LBS Südwest in Offenburg) und Marco Steffens (Bürgermeister Gemeinde Willstätt).  Foto: Florian Würth

700 Gläser auf einen Streich

Stifterhonig der Bürgerstiftung Willstätt als Verkaufsschlager/ Großauftrag der LBS

Auf Erfolgskurs ist die Bürgerstiftung seit ihrer Gründung vor sechs Jahren. Eine ihrer Erfolgsaktionen ist der Stifterhonig. Jetzt wurden 700 Gläser auf einen Schlag verkauft.

Die Bürgerstiftung in Willstätt ist ständig in Bewegung. Erst vor Kurzem konnte sie die Marke von 100 Stiftern knacken, wie der Stiftungsratsvorsitzende Joachim Parthon nicht ohne Stolz im Pressegespräch verkündete. Mittlerweile seien es sogar schon 103 Stifter. Eine Erfolgsgeschichte ist auch der Stifterhonig, den die Bürgerstiftung seit etwa eineinhalb Jahren in Kooperation mit dem Hesselhurster Imker Volker Mehne verkauft. Die Idee komme überaus gut an, die Nachfrage sei sehr groß, berichtet Parthon. »Mit dem Ertrag aus dem Honig, den wir 2015 zum ersten Mal angeboten haben, konnten wir unsere Fördermöglichkeiten spürbar verbessern«, sagt er.

Kein Wunder, eignet sich der Honig doch prächtig als Werbe-, Geburtstags- und Weihnachtsgeschenk. Dieser Meinung ist offensichtlich auch die LBS Südwest, denn sie hat kürzlich auf einen Schlag 700 Gläser bei der Bürgerstiftung geordert – in einer Sonderedition von 250-Gramm-Gläsern.1,20 Euro sollen pro Glas der Bürgerstiftung und ihren Projekten zugutekommen. Die Gläser dürfen die Berater der Bausparkasse jetzt ihren Kunden schenken. Jürgen Meier, Ortenau-Bezirksdirektor, ist überzeugt, dass dieses »wertige Geschenk« sehr gut ankommen wird, und auch Axel Küpper, Regionaldirektor Karlsruhe der LBS Südwest, zeigt sich von der Idee begeistert: »Hier kommt die Unterstützung für die wichtige Arbeit unserer einheimischen Imker und ihrer Bienen mit dem sozialen Anliegen der Bürgerstiftung zusammen.«

 Die Bürgerstiftung Willstätt wurde 2011 gegründet und fördert vielfältige lokale Projekte im sozialen, kulturellen und bürgerschaftlichen Bereich. (Von Florian Würth)

Der Vorstand der Bürgerstiftung Willstätt mit Bürgermeister Marco Steffens und Schatzmeister Heinz Gerd Schmidt sowie der Vorsitzende des Stiftungsrates, Joachim Parthon informierten in einer Stifterversammlung der Bürgerstiftung in Legelshurst über zwei aktuelle Projekte der Bürgerstiftung.

Immobilienprojekt zur Versorgung der Bevölkerung
Nachdem in der alten Schule in Legelshurst durch die Initiative der Bürgerstiftung eine Arztpraxis und eine Physiotherapiepraxis realisiert wurden, soll weiter an der Nahversorgung der Bevölkerung investiert werden. Die Bürgerstiftung plant die Errichtung eines zweigeschossigen Hauses. In dieser Immobilie soll eine Logopädie- oder Ergotherapiepraxis ( z.B. zur Rehabehandlung von Schlaganfallpatienten) oder eine ähnliche medizinische Einrichtung untergebracht werden. Im ersten Obergeschoss soll Wohnraum entstehen. Der Schatzmeister der Bürgerstiftung Willstätt, Heinz Gerd Schmidt informierte die Stifter anhand von Präsentationsunterlagen umfassend über das geplante Objekt.

Möglich wurde diese Maßnahme dadurch, dass die Gemeinde Willstätt ein Grundstück zur Verfügung stellt. Durch diese Maßnahme der Gemeinde konnten bereits Sponsoren gefunden werden, die wesentlich zur Errichtung dieses Projekt beitragen. Es handelt sich hierbei um die Firma WeberHaus GmbH, die in diesem Jahr ihr 55- jähriges Jubiläum feiert sowie um die Firma Hilzinger Fenster und Türen GmbH. Sowohl Stiftungsvorstand als auch Stiftungsrat bedankten sich bei Seniorchef Hans Weber und bei Helmut Hilzinger für die großzügige Unterstützung. Nur durch diese Zusagen kann das Vorhaben in dieser Form und realisiert werden. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2016 geplant. Mit dieser Maßnahme reagiert die Bürgerstiftung auch auf die anhaltende Niedrigzinsphase. Die Mieteinkünfte sollen dazu beitragen, dass das Ausschüttungsvolumen nachhaltig stabil ist bzw. gesteigert werden kann. Stabile Stiftungserträge sind die Voraussetzung um auch in Zukunft unterschiedliche Projekte zu unterstützen, die der Bevölkerung zu Gute kommen.


 

Gruppenbild der Stifterversammlung am 11. März 2016 in der Sander Halle

Stifterversammlung der Bürgerstiftung Willstätt

Eine Reihe erfreulicher Ergebnisse konnten den Besuchern der Stifterversammlung der Bürgerstiftung Willstätt am Freitag in der Sander Halle verkündet werden. Doch die niedrigen Zinsen machen ihr zunehmend zu schaffen. 

Die Bürgerstiftung Willstätt hat im vergangenen Jahr 17 Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 21 000 Euro gefördert. Diese stolze Summe gab der im Vorstand der Stiftung für die Finanzen zuständige Schatzmeister Heinz-Gerhard Schmidt bei der Stifterversammlung am Freitagabend in der Halle von Sand bekannt. Unterstützt wurden im vergangenen Jahr etwa Aktionen der Moscherosch-Schule Willstätt, Einrichtungen der Diakonie Kork, Vereinsaktionen oder einzelne Menschen. 

Der Sinn einer Stiftung ist es, dass der Ertrag der Stiftersumme für Förderungen ausgegeben werden kann. Die augenblickliche Summe des Stifterkapitals ist 755 000 Euro. Dieses Kapital muss dauernd erhalten bleiben und kann nur durch weitere Stiftungen vergrößert werden. 

Das Problem des Ertrags des Kapitals ist der momentan geringe Zins. »Die Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank hat gravierende Auswirkungen auf die Stiftungen in Deutschland und somit auch auf die Bürgerstiftung Willstätt«, meinte denn auch Stiftungsratsvorsitzender Joachim Parthon zu Beginn seines Jahresrückblicks. Neue Wege der Verzinsung müssten gefunden werden, damit überhaupt Gelder für Fördermaßnahmen zur Verfügung stehen. 

Ein Lösungsweg ist die Anlage in Immobilien. »Nachdem in das ›Alte Lehrerwohnhaus‹ in Legelshurst durch die Initiative der Stiftung eine Arztpraxis und eine Physiotherapiepraxis eingezogen sind, soll weiter in die Nahversorgung der Bevölkerung investiert werden«, heißt es im Bericht der Stiftung. So plant die Stiftung die Errichtung eines zweigeschossigen Hauses für eine Logopädie- und Ergotherapiepraxis oder ähnliche Einrichtungen. In dem Haus werden im Obergeschoss weitere Wohnungen errichtet. Das Ganze wird in Fertigbauweise von Weber-Haus und Hilzinger Fenster und Türen hergestellt und soll im August 2016 beziehbar sein. Auch Nichtmitglieder können zur Arbeit der Stiftung beitragen, indem sie den von der Stiftung so genannten »Stifterhonig« erwerben, von dem ein deutlicher Betrag direkt an die Stiftung geht.  Nach den Berichten lud Bürgermeister Marco Steffens die Versammlung zu einem Abendessen ein. 

                                                                                                                                                   Text und Bilder: Klaus Elf

                                                                                                                 


 

Bild mit Neustiftern der Willstätter Bürgerstiftung.


Süßes Angebot von der Willstätter Bürgerstiftung

Stifterhonig geht ins zweite Jahr – Neubau in Legelshurst fast fertig. 

Willstätt (gro). Es gibt Stifterweine oder -sekte, die Bürgerstiftung Willstätt setzt auf einen Stifterhonig. „Das ist der zweite Jahrgang“, stellt der Vorsitzende des Stiftungsrats Joachim Parthon fest. „Wir haben 2015 zaghaft angefangen und am Ende über 1000 Gläser Honig umgesetzt.“ Auf der Suche nach einem Erzeugnis aus Willstätt war die Bürgerstiftung auf die Imkerei Mehne in Hesselhurst gestoßen. Die beteiligte sich bereitwillig an der Aktion und füllte Tannenhonig ab. Nach den ersten 500 verkauften Gläsern wurde mit einem Wald- und Wiesenhonig nachgelegt. Der ist auch 2016 wieder in den Gläsern, die auf den Märkten der Gemeinde verkauft werden, aber auch direkt bei der Bürgerstiftung geordert werden können. Der größte Teil  des Honigs wurde 2015 von Unternehmen abgenommen.  „Der Start ist beim Willstätter Jahrmarkt im September“, so Parthon. Neun Euro kostet ein Glas „Stifterhonig“. 4000 Euro hat die Bürgerstiftung Willstätt im vergangenen Jahr so eingenommen, die Projekten zugutekommen.

Angesichts der Niedrigzinsphase wird es auch für Stiftungen immer schwieriger, rentable Anlageformen zu finden. Deshalb sucht man nach neuen Ideen: In Willstätt-Legelshurst wird das zweite Haus – dank der Unterstützung eines Fertighausunternehmens – gebaut. So werden Mieteinnahmen erzielt und gleichzeitig die medizinische Versorgung im Ort verbessert. Es laufen Verhandlungen mit einem Logopäden.

Stifterhonig


Die Bürgerstiftung Willstätt wird in diesem Jahr erstmals ein heimisches Produkt zu Gunsten der Stiftung verkaufen. In Zusammenarbeit mit der Imkerei Volker Mehne aus Hesselhurst wird ein heimischer Waldhonig zu Kauf angeboten. Die Gestaltung des Etiketts hat Andreas Anselm übernommen. Der Verkaufspreis beträgt 9€. Von jedem verkauften Glas gehen ca. 5 € direkt auf das Konto der Bürgerstiftung, die damit Vorhaben fördern kann. Gisela Seidel und Joachim Parthon freuen sich, dass es der Bürgerstiftung gelungen ist ein heimisches Produkt zu finden, mit dessen Kauf eine sinnvolle Unterstützung der Bürgerstiftung möglich ist.


Bürgerstiftung Willstätt wächst und hat inzwischen 72 Stifter

Hand in Hand für Willstätt: 19 Zustifter konnte die Bürgerstiftung 2014 gewinnen. Links der Stiftungsvorstand: Schatzmeister Heinz-Gerd Schmidt, Helmut Hilzinger, stellvertretender Vorsitzender, Schriftführerin Susanne Hansert und der Vorsitzende, Bürgermeister Marco Steffens. Zweiter von rechts: Joachim Parthon, Vorsitzender des Stiftungsrats.

Auf ihrer Stifterversammlung im Atelier von Manfred Weig konnte die Bürgerstiftung Willstätt am Freitag auf ein erfolgreiches Jahr 2014 mit 19 neuen Stiftern und 20 geförderten Projekten zurückblicken. Die Bilanz kann sich sehen lassen: 19 Zustifter wurden im Jahr 2014 gewonnen, zudem sind im ersten Quartal 2015 fünf weitere Zusagen eingegangen, sodass sich die Bürgerstiftung Willstätt zum aktuellen Zeitpunkt auf 72 Stifter stützen kann.

Dazu kommt der Freundeskreis der Bürgerstiftung, der sich im letzten Jahr gegründet hat. Dessen Mitglieder unterstützen die Bürgerstiftung ebenfalls finanziell, aber unterhalb der Stiftungseinlage von 1000 Euro. „Man könnte das auch Stiftersparen nennen“, so der Vorsitzende des Stiftungsrats, Joachim Parthon, der als Sparkassenchef mit Finanzprodukten bestens vertraut ist. Wer regelmäßig spendet, erreicht irgendwann die Mindesteinlage und wird zum stimmberechtigten Stifter.

Doch eine Bürgerstiftung lebt nicht nur vom Geld allein. Genauso wichtig seien Zeit- und Ideenstifter – Bürger, die sich mit tatkräftiger Hilfe und guten Ideen für das Gemeinwesen einbringen, so Joachim Parthon. Der Freundeskreis sei so eine Idee, wie auch die Fundraising-Gruppe, die für konkrete Projekte der Bürgerstiftung gezielt potenzielle Stifter und Spender anspricht. Das Stiftungsvermögen konnte um 54000 Euro gesteigert werden und lag Ende 2014 bei 738000 Euro. Aus den Kapitalerträgen wurden 20 Projekte mit über 24000 Euro gefördert – das sind rund 10000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Große Hilfe durch die Bürgerstiftung erhielt die Legelshurster Familie, deren Haus 2013 bei einem Brand vollständig zerstört wurde, wie auch der mehrfach behinderte Lasse Ladas, der an Pfingsten eine Delfintherapie bekommen soll. Bereits in die zweite Runde ging die Weihnachtsaktion: „Auch in einer reichen Gemeinde gibt es Menschen, denen es schlecht geht“, so Joachim Parthon. Unter Einbeziehung von Kindergärten, Schulen und den Pfarrern wurden bedürftige Familien ermittelt, die diskret mit warmer Winterkleidung und Schuhen bedacht wurden, um die Menschen nicht zu beschämen. 43 Familien konnten so unterstützt werden. „Wir haben viele Dankesschreiben erhalten“, berichtete Gisela Seidel, die Federführende des Projekts. Die Aktion soll in diesem Jahr wiederholt werden. Zum Ärztehaus in Legelshurst, das der Stiftung gehört und durch die Mieteinnahmen regelmäßige Erträge abwirft, soll eine weitere Immobilie hinzukommen, die ebenfalls vermietet werden soll. Nach dem offiziellen Teil ließen sich die Stifter die Hanauer Bollesupp schmecken, die von Doris Freund kredenzt wurde. Das verbindende Element eines gemeinsamen Essens bei den Stifterversammlungen soll beibehalten werden. „Nächstes Jahr gibt’s Suurbroode in Sand, der dann hoffentlich von 100 Stiftern gegessen wird“, verkündete Joachim Parthon.


 

DVD "Ein neues Bett für Mutter Kinzig" ist ab sofort erhältlich.

Die Idee zu dem Film über die Veränderung am Kinzigtalarm hatte Doris Freund aus Willstätt. In die Tat umgesetzt wurde es von Gerd Birsner aus Diersheim. Es wurden alte Fotos, alte Filmszenen aus Willstätt und viele Kommentare, darunter auch von Willstättern, die als Zeitzeugen an Ereignisse an Kinzig im letzten Jahrhundert erinnern. Gefördert wurde der Film von der Bürgerstiftung Willstätt, die Gemeinde Willstätt, Fensterbau Hilzinger und die Sparkasse Hanauerland.

Die DVD können Sie im BürgerBüro der Gemeinde Willstätt zum Preis von 20,00 € erwerben. Sie eignet sich auch als ideales Geschenk. Der Verkaufserlös kommt der Bürgerstiftung Willstätt zugute.

05. Dezember 2014 - Freundeskreis für die Bürgerstiftung

Wer die Willstätter Bürgerstiftung unterstützen möchte, muss hierzu nicht unbedingt Stifter mit einer Einlage von mindestens 1.000 Euro werden. Auch durch die Mitgliedschaft im neu gegründeten Freundeskreis kann man die Bürgerstiftung mit „kleinen“ Geldspenden künftig unterstützen. Im aktuellen Mitteilungsblatt ist hierzu eine entsprechende Beitrittserklärung abgedruckt. Diese kann auch als pdf-Datei auf der Internetseite der Bürgerstiftung unter www.buergerstiftung-willstaett.de heruntergeladen werden.

Die Idee zu einem Freundeskreis kam vom Vorsitzenden des Stiftungsrates, Joachim Parthon. Nachdem die Bürgerstiftung mit ihrer Präsenz auf der Gewerbeschau beim diesjährigen Willstätter Jahrmarkt so positive Rückmeldungen erhielt, wurde nach einem Weg gesucht, wie sich noch mehr Bürgerinnen und Bürger in die Bürgerstiftung einbringen können. Daraufhin hat der Stiftungsrat in seiner jüngsten Sitzung die Gründung des Freundeskreises beschlossen. Mit- und Hauptinitiatorin Gisela Seidel vom Stiftungsrat ist überzeugt, dass durch den Freundeskreis die Bürgerstiftung auf noch mehr Füße gestellt werden kann. 



17. Januar 2013 - Neuauflage der Webseite  08. Dezember 2011 - Kehler Zeitung
"Menschen in schwieriger Situation unterstützen" - Interview mit Hans Fladt


 07. Dezember 2011 - Kehler Zeitung
"Gemeinsame Kräfte für Synergieeffekte bündeln" - Interview mit Markus Arendt

06. Dezember 2011 - Kehler Zeitung
"Von den Geschenken des Lebens etwas zurückgeben" - Interview mit Karlheinz Falk 



12. November 2011 - Kehler Zeitung
"Menschen für die Stiftung gewinnen" - Bericht vom Lokalforum der Mittelbadischen Presse
09. November 2011 - Kehler Zeitung
"Ein Betrag zum Wohle der Gesamtgemeinde" - Interview mit Reinhard Jockers 


08. November 2011 - Kehler Zeitung
"Hier handelt es sich um einen guten Zweck" - Interview mit Helmut Hilzinger 
07. November 2011 - Kehler Zeitung

"Stiftung ist für Willstätt und seine Ortsteile sinnvoll" - Interview mit Hans-Volker Dietzel 



05. November 2011 - Kehler Zeitung
"Soziale Benachteiligung im Einzelfall ausgleichen" - Interview mit Peter Schwanz und Rainer Plöger 
02. November 2011 - Kehler Zeitung
"Stifter können konkrete Projekte unterstützen" - Interview mit Joachim Parthon



 

Link
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail